Beim Styling gilt dasselbe, wie bei allem anderen: Fragt euch, wer ihr seid und was zu euch passt. Bezieht bei euren Überlegungen auch eure Hochzeitslocation mit ein: Heiratet ihr in der Stadt oder auf dem Land? Ist es eine elegante Location oder etwas Lockeres und Rustikales? Ein Frack oder ein umfangreiches Kleid passen bei einer Scheunenhochzeit vielleicht weniger.

      Haare und Make-Up

      Such dir eine Stylistin, die dir Tipps passend zu deinem Typ, deinen Haaren und deinen Wünschen gibt. Nimm unbedingt einen Termin zum Probestyling in Anspruch, so kannst du deine Wünsche ideal mit der Stylistin abstimmen. Und warum nicht gleich das Styling beim Verlobungsshooting und einem anschließenden romantischen Abendessen mit deinem Schatz ausführen?

      getting ready make-up

      Das Kleid

      Achte auf eine gute Beratung im Brautmodenladen: Wenn sie dort deine Figur, deinen Typ und dein Alter nicht im Blick haben, dann sei skeptisch.Wenn du ein bodenlanges Kleid mit Schleppe wählst, musst du dich auch mit dem Gedanken anfreunden können, dass das Kleid untenherum im Laufe des Tages etwas Farbe abbekommen wird.

      Hier noch ein paar Tipps aus der Fotografensicht: sehr hartweiße Kleider haben oft auf Fotos einen Blaustich. Wenn das Brautkleid obendrein noch aus glatten Material besteht, reflektiert sich alles darin: Die Farbe des Bodens, das pinke Blumenmädchen, der grüne Rasen.

      Und was ist mit trägerlosen Kleidern?

      Jahrelang haben die trägerlosen Kleider die Brautmodenszene dominiert. Mittlerweile gibt es so viele Alternativen, so dass trägerlose Kleider schon etwas weniger oft zu sehen sind, was nicht heißen soll, dass sie nicht toll aussehen können aber sie sind eben nicht für jeden Typ unbedingt geeignet. Es kann gut sein, dass die Oberarme unvorteilhaft betont werden und auch bei einer schlanken Frau schaut früher oder später mal was raus, sie braucht sich nur mal hinzusetzen. Wenn man sich bückt, tanzt, jemanden umarmt, sitzt – irgendwo ist immer die Gefahr, das etwas “raus hängt” und man ist die ganze Zeit damit beschäftigt, das Kleid nach oben zu ziehen…

      Der Anzug

      Mein Tipp: Kaufe deinen Anzug nicht in einem Brautmodenladen. Dort bekommst du leider oft nur die Glanzwesten und Plastrons aus den 90er- Jahren. Schau dich in „normalen“ Läden nach „normalen“ Anzügen um. Maßkonfektion ist heute nicht mehr unbezahlbar und du kannst den Anzug zum Beispiel ohne Weste auch künftig bei einer anderen Hochzeit als Gast oder sogar bei der Arbeit tragen.

      Die Brille

      Von Brillenträgern höre ich meistens den Satz: „Ohne Brille erkenne ich mich nicht wieder“ Ich habe nichts gegen Brillen, ich trage selber eine. Aber auf Fotos? Nicht unmöglich aber teilweise problematisch. Warum? Wenn ihr euch anseht, wenn ihr gemeinsam lacht, wenn ihr einen intimem Moment der Ruhe habt und ich das fotografiere – dann verdeckt die Brille leider sehr oft eure Augen. Es sei denn, ihr schaut die ganze Zeit in die Kamera, aber solche Fotos mache ich nun einmal nicht die ganze Zeit. Wenn ihr die Möglichkeit habt, Kontaktlinsen zu tragen, rate ich euch daher wärmstens zu dieser Alternative. Denn Kontaktlinsen können auch nicht spiegeln und betonen eure Augen toll, vor allem bei aufwendigen Make-Up.

      Soviel zu meinen ultimativen Styling Tipps für eure Hochzeit. Ich hoffe, ich konnte euch zusätzliche Ideen und Inspirationen geben?

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